Impressum Illustration: Mann lehnt mit Baseballschläger an einem Baum am Straßenrand, im Hintergrund fährt ein Jugendlicher mit dem Fahrrad vorbei.

Symbolbild, KI-generiert.

Gewalt in der politischen Diskussion ist AfD-Muster

Eine Übersicht aktueller Fälle, rechtskräftiger Urteile und struktureller Befunde

1 Aktueller Fall: Arno Bausemer (EU-Parlamentarier & Schatzmeister AfD Sachsen-Anhalt)

Hinweis: Das Ermittlungsverfahren ist nicht abgeschlossen, ein Gerichtsurteil liegt nicht vor. Es gilt die Unschuldsvermutung.

2 Rechtskräftig verurteilte AfD-Mandatsträger

3 Angriffe auf Polizeibeamte & Gefährdung des Straßenverkehrs

4 Nähe zu / Verharmlosung von Rechtsterrorismus

5 Anspielungen auf Gewalt gegen Politiker

6 Beschäftigung von verurteilten Straftätern als Mitarbeiter

7 Systematische Einordnung (Correctiv-Recherche)

In einer umfassenden Recherche untersuchte das Netzwerk Correctiv 48 AfD-Mandatsträger:innen und -Mitarbeiter auf Kreis-, Landes- und Bundesebene, die mit Gewalttaten aufgefallen waren, und stellte fest:

28

Kommunal-, Landes- oder Bundespolitiker der Partei wurden erstinstanzlich oder rechtskräftig verurteilt bzw. per Strafbefehl belangt (u. a. wegen Körperverletzung, Beihilfe zu Gewalttaten, Volksverhetzung oder Waffenverstößen).

14

Mandatsträger blieben trotz einer rechtskräftigen oder erstinstanzlichen Verurteilung wegen Straftaten oder Gewaltdelikten im Amt — darunter zwei Bundestags- und drei Landtagsabgeordnete.

8 Einstellungen in der Wählerschaft (Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung)

Unter AfD-Anhängern ist die Akzeptanz von politischer Gewalt im Vergleich zu anderen Parteien deutlich höher:

23 %

stimmen Aussagen, die politische Gewalt billigen oder rechtfertigen, eindeutig zu.

29 %

weitere tendieren dazu.